SIRIS-Project, Forschungs- und Lehrgrabung in Süditalien


Laufzeit: seit 2025
Förderung: MiC (Ministero della Cultura), Humboldt-Universitäts-Gesellschaft, Erasmus+
Leitung: Dr. Annarita Doronzio (HU);
PhD. Carmelo Colelli (Museo archeologico nazionale della Siritide, Parco archaeologico di Herakleia)
Schnittleitung: Daliah Wolff (CS) und Ernst Tolksdorff (SSE)
Leitung der Fundbearbeitung: Vanessa Reich; Dr. ssa Valentina Garaffa
Leitung der Befundaufnahme: Maximilian Voit
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Malte Schlumbohm, Mary Padula
Kooperationen:
Direzione Regionale Musei Nazionali Basilicata, Dott. Filippo Demma, Dr. ssa Raffaella Bonaudo
Istituto di Metodologie per l’Analisi Ambientale del Consiglio Nazionale delle Ricerche (CNR-IMAA), Dott. Luigi Capozzoli
Dipartimento di Studi Umanistici, Università degli Studi di Napoli Federico II, Prof. Rodolfo Brancato (https://archeomaplab.it/en/eventi/siris-project-workshop-2025-2/)

Das SIRIS-Project unter der Leitung von Dr. Annarita Doronzio zielt auf die umfassende Erforschung der antiken griechischen Siedlung Siris-Herakleia an der Südküste Italiens ab. Diese liegt am Golf von Tarent nahe der modernen Stadt Policoro. Siris-Herakleia erweist sich als besonders geeignete Fallstudie für die Rekonstruktion der Gründung und Entwicklung einer griechischen Kolonie, sowohl auf Basis der literarischen Überlieferung als auch einzelner archäologischer Befunde. Die Frühphase der Besiedelung steht im Fokus des Projekts, dessen zweite Kampagne vom 14.03. - 12.04.2026 stattgefunden hat.
Luftaufnahme von Park & Museum,
Parco archeologico di Herakleia
Ein Bereich welcher im Fokus der beiden Grabungskampagnen stand, ist das im Valle Mediana gelegene Quellheiligtum von Siris-Herakleia, welches in der Literatur als Demeterheiligtum bekannt ist und dessen architektonische Überreste hauptsächlich aus der klassisch/hellenistischen Zeit stammen. Durch Votivlegungen und vereinzelte Architekturreste ist jedoch die Aktivität im Heiligtum bis in die Archaische Zeit nachweisbar. Ziel der Kampagnen ist es u.a. mit den Schnitten SSE01-SSE04 den Charakter des Heiligtums zur archaischen Zeit eingehender zu untersuchen.
Ein weiterer Schwerpunkt der Grabungen sind die Archaischen Befestigungsanlagen von Siris, dessen Überreste sich an mehreren Stellen im Stadtgebiet erhalten haben. Insbesondere schliessen sich die Grabungsaktivitäten an einen bereits freigelegten Bereich der Befestigungsanlage am Südhang des Stadthügels (Schnitt CS) sowie im westlichen Bereich (Schnitte CW 1, CW 2) um den Verlauf und die Beschaffenheit der Frühen Stadtmauern besser nachvollziehen zu können.
Zusammenfassungen der Grabungsergebnisse:
Vorläufige Ergebnisse der Grabungskampagne 2026
Vorläufige Ergebnisse der Grabungskampagne 2025