Direkt zum InhaltDirekt zur SucheDirekt zur Navigation
▼ Zielgruppen ▼

Humboldt-Universität zu Berlin - Kultur-, Sozial- und Bildungswissen­schaftliche Fakultät - Institut für Archäologie

Archäologie und Kulturgeschichte Nordostafrikas (AKNOA)

 

Brief der AKNOA-Lehrenden an alle Studierenden

 

Liebe Studierende,

herzlich Willkommen im Sommersemester 2020!

Das Sommersemester wird für uns alle ein besonderes werden und wir stehen alle vor der Herausforderung dieses Semester digital gemeinsam zu bestreiten. Wir werden Ihnen die Lerninhalte in diesem Semester über Moodle in Form von Videos, Audiodateien, Lesetexten u. a. zur Verfügung stellen. Teilweise werden wir auch mit Ihnen über Videokonferenzen in Austausch treten.

Die Lehrveranstaltungen werden somit aus synchronen/zeitgleichen Anteilen und asynchronen/zeitversetzten Anteilen bestehen, die Ihnen via Moodle zur Verfügung gestellt werden. Sie benötigen für die Teilnahme an den synchronen Seminaranteilen, welche wir über Zoom durchführen werden:

  • eine stabile Internetverbindung
  • einen PC, ein Notebook oder Tablet mit Kamera, Mikrofon und Lautsprechern

Gerne können Sie sich das Konferenzprogramm Zoom in der App /Desktop-Variante bereits installieren; dies ist aber nicht für alle Kurse Voraussetzung. Informationen zur Nutzung von Zoom werden im jeweiligen Moodle-Kurs hinterlegt.

Für die asynchronen Anteile der Lehrveranstaltung benötigen Sie einen PC, ein Notebook oder Tablet mit Internetzugang und PDF-Reader sowie Textverarbeitungsprogramm. Gegebenenfalls zusätzliche benötigte Software (z.B. JSesh, BTS) wird Ihnen zur Verfügung gestellt, die Anleitungen dazu finden Sie auch im Moodle-Kurs.

Urheberrecht und Datenschutz

Der Inhalt des Seminars sowie alle Materialien (Unterlagen, zur Verfügung gestellte Aufzeichnungen usw.) sind – sofern nicht anders gekennzeichnet – geistiges Eigentum der jeweiligen Dozent*in und urheberrechtlich geschützt. Sie dürfen aus¬schließlich durch Sie als im Moodle-Kurs angemeldete Studierende genutzt und dürfen nicht anderweitig verwendet oder veröffentlicht werden. Dies gilt auch für die Aufzeichnung einer Veranstaltung in Audio oder Video bzw. durch Screenshots. Jeder Missbrauch kann rechtlich verfolgt werden.
Als Seminarteilnehmer*in verpflichten Sie sich, die Urheberrechte zu wahren.
Wir als Dozierende verpflichten uns, sensibel mit Ihren Daten umzugehen. Wie auch in Präsenzlehrveranstaltungen üblich, werden wir keine Daten von Ihnen erheben, aufzeichnen oder zur Verfügung stellen, die nicht für den Seminarablauf wesentlich sind. Wir werden Ihre Daten nicht über die Zwecke der Seminargestaltung hinaus nutzen.

Durch die Einschreibung in den Moodle-Kurs erkennen Sie dieses Urheberrecht an und verpflichten sich, die Rechte der Urheber*innen zu wahren.
Die Lehrenden erkennen durch die Bereitstellung des Moodle-Kurses das Recht der Studierenden auf Datenschutz an
.

Anwesenheit (aktive Teilnahme)

In diesem Semester wird keine „physische Anwesenheit vor Ort“ möglich sein, sondern Sie werden viele Dinge individuell erarbeiten. Die in der ZSP-HU festgelegte Teilnahmequote bezieht sich daher auf die Einreichungen, die im Rahmen der Lehrveranstaltung gefordert sind. Bitte informieren Sie sich im jeweiligen Moodle-Kurs rechtzeitig über anstehende Aufgaben. Wenn im Kurs synchrone Anteile (bspw. Zoom-Meetings) vorgesehen sind, erwarten wir grundsätzlich Ihre Teilnahme und bitten Sie um Abmeldung, falls Sie ausnahmsweise verhindert sind.

Denken Sie bitte unbedingt daran, die in Moodle genutzte E-Mail-Adresse ggf. auf ein Postfach umzuleiten, das Sie tatsächlich abrufen – so werden Sie keine Erinnerung verpassen.

Familienfreundlichkeit

Das „digitale Semester“ wird uns allen sicherlich viel abverlangen. Bitte sprechen Sie uns rechtzeitig an, wenn Sie eine Frist nicht einhalten können oder nicht an einem Zoom-Termin o.ä. teilnehmen können. An Zoom-Meetings können Sie selbstverständlich auch mit Kind(ern) teilnehmen – bitte lassen Sie in diesem Fall zum Schutz Ihrer Kinder die Kamera ausgeschaltet und ggf. auch das Mikrofon, wenn Sie gerade keinen Redebeitrag leisten.

Bemühung um Barrierefreiheit

Wie in jedem Semester gilt: Bitte melden Sie sich gerne mit Ihren Bedarfen im Hin-blick auf besondere Unterstützung/Adaption von Lehrmaterialien. Bitte schreiben Sie uns in diesem Fall eine Mail mit konkreten Angaben, was Sie benötigen. Diese Informationen werden wir selbstverständlich vertraulich behandeln.

Sprechzeiten

Die Lehrenden von AKNOA werden Ihnen (fast) wie gewohnt für Anfragen zur Verfügung stehen:

  • per E-Mail
  • wenn Sie eine telefonische Beratung wünschen, senden Sie uns bitte per E-Mail Ihre Telefonnummer und zwei mögliche Zeitfenster für einen Rückruf zu
  • Live-Sprechstunden via Zoom – die Informationen dazu finden Sie auf den Websites der Studienfachberatung bzw. der Lehrenden.

Moodle-Kurs

Wenn Sie mit allen Bedingungen einverstanden sind und vorhaben, regelmäßig und verbindlich an der Lehrveranstaltung teilzunehmen, tragen Sie sich bitte bis zum 22.04.2020 in die jeweiligen Moodle-Kurse ein. Einige Moodle-Kurse sind passwortgeschützt. Sie erhalten das Passwort (= Kursschlüssel) von der*m jeweiligen Lehren-de*n. Erkundigen Sie sich bitte ggf. per E-Mail danach.

Falls Sie im Laufe des Semesters Ihre Entscheidung ändern, tragen Sie sich bitte auch selbständig wieder aus und benachrichtigen bitte die*den Lehrende*n.

Bitte denken Sie daran, dass digitale Lehre sowohl für Studierende als auch für uns als Dozierende eine neue Erfahrung ist. Dies erfordert für beide Seiten ein größeres Maß an spontaner Kreativität, Geduld und Toleranz für Fehler als im Normalbetrieb.

Wir freuen uns auf ein in vielerlei Hinsicht spannendes Semester mit Ihnen!

Ihre AKNOA-Lehrenden im SoSe 2020

Jan Aschmoneit, Frank Kammerzell, Cornelia Kleinitz, Silvia Kutscher, Eliese-Sophia Lincke, Thordis Antonia Reuter, Dina Serova, Alexandra Verbovsek

 

 

Maßnahmen und Bestimmungen an der HU und der KSBF im Zusammenhang mit dem Corona-Virus

 


Wer von Ägyptologie und Sudanarchäologie fasziniert ist und deshalb Archäologie und Kulturgeschichte Nordostafrikas zu studieren beabsichtigt, hat ein außergewöhnliches Abenteuer vor sich. (zum Weiterlesen bitte anklicken)
Das wird in der Mitte Berlins beginnen, muss nicht unbedingt – kann aber – auch physisch in die Regionen des Unteren und Mittleren Niltals und angrenzende Gebiete führen und wird auf jeden Fall ein tiefes Eintauchen in die Geschichte sowie faszinierende Erkenntnisse über Welten mit sich bringen, die uns zunächst vergangen, fern und fremdartig erscheinen mögen, aber bei genauem Hinsehen recht viel mit unserem eigenen Dasein, Handeln und Denken zu tun haben.
Im ägyptischen Niltal fand um 3000 v.Chr. nicht nur eine der frühesten Staatsbildungen der Menschheitsgeschichte statt, sondern das nordostafrikanische Areal ist auch das Ursprungsgebiet mehrerer kultureller Errungenschaften, deren Kenntnis sich von dort verbreitete und die bis heute nachwirken: Die ägyptische Hieroglyphenschrift ist das älteste Schriftsystem überhaupt, das einen vollständigen Satz an mit einzelnen Sprachlauten korrespondierenden Zeichen – ein Alphabet – umfasste, und war der Prototyp für die phönizischen, hebräischen, arabischen, griechischen, kyrillischen und lateinischen Schriften. Aus Ägypten übernommen sind auch der 24-stündige Tag sowie unser zwölfmonatiges Jahr mit 365 Tagen und einem im Vierjahresrhythmus eingeschalteten Zusatztag. Leinenweberei und Wasseruhren sind offensichtlich ebenso im Nordosten Afrikas entwickelt worden wie der aus Pflanzenfasern hergestellte Beschreibstoff Papyrus (→ Papier) oder heute gängige Typen von Sitzmöbeln wie Stühle und Falthocker.
Betreibt man Archäologie und Kulturgeschichte Nordostafrikas, wird man sich in der Regel mehr mit solchen für das Alltagsleben breiter Bevölkerungsschichten relevanten Erscheinungen beschäftigen als nur mit den Ägyptenstereotypen Mumien, Pyramiden und Nofretete: Die Studierenden lernen archäologische Aufnahme- und Analysetechniken, die Interpretation der unterschiedlichsten Erzeugnisse der materiellen Kultur, kultureller Praktiken und Konzepte sowie den kritischen Umgang mit hieroglyphisch-ägyptischen Texten und bildlichen Quellen. Von besonderer Bedeutung ist dabei, sich mit Methoden, Arbeitsverfahren und Problemlösungsstrategien vertraut zu machen, die es ermöglichen, auf der Basis vielfach lückenhafter Befunde zu begründbaren Erklärungen zu gelangen. Vor allem daraus ergeben sich vielfältige Anschlussmöglichkeiten an andere Tätigkeitsfelder, sei es an kulturhistorisch oder linguistisch orientierte Disziplinen wie Ur- und Frühgeschichte, Kunst- und Bildwissenschaft oder Sprachtypologie, sei es an verfahrenstechnische  wie Informatik oder Digital Humanities oder an eher praktisch ausgerichtete Aufgabenbereiche wie Erwachsenenbildung, Kulturmanagement und Ausstellungskonzeption.