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Humboldt-Universität zu Berlin - Kultur-, Sozial- und Bildungswissen­schaftliche Fakultät - Institut für Archäologie

Archäologie und Kulturgeschichte Nordostafrikas (AKNOA)

Maßnahmen und Bestimmungen an der HU und der KSBF im Zusammenhang mit dem Corona-Virus

  • Die Lehrveranstaltungen im Sommersemester beginnen am 20.04.2020.
    • Bitte melden Sie sich dieses Semester über Agnes für die Kurse an.
      Zum Teil sind dort auch schon die Moodle-Kurse verlinkt.
      Hilfe zur Belegung von LVs über Agnes
    • Veranstaltungen finden bis auf weiteres in digitalen Formaten statt. LVs, die auf digitale Formen umgestellt werden konnten, sind in Agnes als Veranstaltungstyp "digitales Angebot" aufgeführt (zum Lehrangebot von AKNOA). Sollten Ihre Wunschveranstaltungen noch nicht umgestellt sein, schauen Sie bitte regelmäßig nach. Der derzeitige Stand ist noch nicht endgültig.
    • Das SoSe 2020 wird nicht auf die Regelstudienzeit angerechnet. Dazu gibt es eine Pressemitteilung der Senatskanzlei Wissenschaft und Forschung.
  • FAQ für Studierende
  • Blog der HU mit aktuellen Informationen der Unileitung zum Stand der Maßnahmen
    Ab 20.03., Dienstschluss, läuft die HU nur noch im Minimalbetrieb. U.a. ist der Zutritt zu Gebäuden für die meisten nicht mehr möglich.
  • Es finden seit dem 19.03. bis auf weiteres keine Präsenzprüfungen (d.h. Klausuren, mündliche Prüfungen, Verteidigungen u.ä.) mehr statt. An Alternativen wird derzeit gearbeitet.
    Laufende Fristen für Abschlussarbeiten werden verlängert, da Bibliotheken und PC-Pools derzeit nicht nutzbar sind.
    Informationen für Studierende zum Prüfungsbetrieb an der KSBF (Stand 19.03.)
  • Informationen der KSBF zum Stand der Maßnahmen
  • Die Mitarbeiter*innen von AKNOA befinden sich im Home Office. Bitte kontaktieren Sie uns ggf. per E-Mail.
    Das gilt auch für Frau Lorenz vom Prüfungsbüro Archäologie.
  • Die Bibliotheken und PC-Pools der HU sind geschlossen. Leihfristen und Mahngebühren sind ausgesetzt. Auch die Staatsbibliothek ist geschlossen.
  • Alle Veranstaltungen (Konferenzen, Weiterbildungen, Einführungsveranstaltungen, Tage der offenen Tür, Lange Nacht der Wissenschaften, Familienfest u.a.) bis einschließlich Juli sind abgesagt.

 


Wer von Ägyptologie und Sudanarchäologie fasziniert ist und deshalb Archäologie und Kulturgeschichte Nordostafrikas zu studieren beabsichtigt, hat ein außergewöhnliches Abenteuer vor sich. (zum Weiterlesen bitte anklicken)
Das wird in der Mitte Berlins beginnen, muss nicht unbedingt – kann aber – auch physisch in die Regionen des Unteren und Mittleren Niltals und angrenzende Gebiete führen und wird auf jeden Fall ein tiefes Eintauchen in die Geschichte sowie faszinierende Erkenntnisse über Welten mit sich bringen, die uns zunächst vergangen, fern und fremdartig erscheinen mögen, aber bei genauem Hinsehen recht viel mit unserem eigenen Dasein, Handeln und Denken zu tun haben.
Im ägyptischen Niltal fand um 3000 v.Chr. nicht nur eine der frühesten Staatsbildungen der Menschheitsgeschichte statt, sondern das nordostafrikanische Areal ist auch das Ursprungsgebiet mehrerer kultureller Errungenschaften, deren Kenntnis sich von dort verbreitete und die bis heute nachwirken: Die ägyptische Hieroglyphenschrift ist das älteste Schriftsystem überhaupt, das einen vollständigen Satz an mit einzelnen Sprachlauten korrespondierenden Zeichen – ein Alphabet – umfasste, und war der Prototyp für die phönizischen, hebräischen, arabischen, griechischen, kyrillischen und lateinischen Schriften. Aus Ägypten übernommen sind auch der 24-stündige Tag sowie unser zwölfmonatiges Jahr mit 365 Tagen und einem im Vierjahresrhythmus eingeschalteten Zusatztag. Leinenweberei und Wasseruhren sind offensichtlich ebenso im Nordosten Afrikas entwickelt worden wie der aus Pflanzenfasern hergestellte Beschreibstoff Papyrus (→ Papier) oder heute gängige Typen von Sitzmöbeln wie Stühle und Falthocker.
Betreibt man Archäologie und Kulturgeschichte Nordostafrikas, wird man sich in der Regel mehr mit solchen für das Alltagsleben breiter Bevölkerungsschichten relevanten Erscheinungen beschäftigen als nur mit den Ägyptenstereotypen Mumien, Pyramiden und Nofretete: Die Studierenden lernen archäologische Aufnahme- und Analysetechniken, die Interpretation der unterschiedlichsten Erzeugnisse der materiellen Kultur, kultureller Praktiken und Konzepte sowie den kritischen Umgang mit hieroglyphisch-ägyptischen Texten und bildlichen Quellen. Von besonderer Bedeutung ist dabei, sich mit Methoden, Arbeitsverfahren und Problemlösungsstrategien vertraut zu machen, die es ermöglichen, auf der Basis vielfach lückenhafter Befunde zu begründbaren Erklärungen zu gelangen. Vor allem daraus ergeben sich vielfältige Anschlussmöglichkeiten an andere Tätigkeitsfelder, sei es an kulturhistorisch oder linguistisch orientierte Disziplinen wie Ur- und Frühgeschichte, Kunst- und Bildwissenschaft oder Sprachtypologie, sei es an verfahrenstechnische  wie Informatik oder Digital Humanities oder an eher praktisch ausgerichtete Aufgabenbereiche wie Erwachsenenbildung, Kulturmanagement und Ausstellungskonzeption.