Humboldt-Universität zu Berlin - Kultur-, Sozial- und Bildungswissen­schaftliche Fakultät - Winckelmann-Institut

Trip to Nottingham 17. - 24. Februar 2016

Hier findet ihr einen kurzen Bericht und einige Fotos von der Q-Kollegs-Reise nach Nottingham

In diesem Februar war es wieder soweit: Die Berliner Fellows des Q-Kolleg 2015/16 und die zwei Koordinatoren (Arne Reinhardt – Koordinator und Henriette Engel – SHK) packten ihre Koffer und machten sich auf den Weg nach Nottingham, um dort in das englische Universitätsleben hinein zu schnuppern und sich in einigen interessanten Workshops mit den Nottinghamer Fellows zu verschiedenen Aspekten der antiken Bilderwelt auszutauschen.
Nach unserer Ankunft wurden wir von den Nottinghamer Fellows herzlich in Empfang genommen und nach einer kurzen Verschnaufpause, während der wir uns erstmal alle persönlich bekannt machten, über den Campus der University of Nottingham geführt…typisch englisch: im Regen. ;)
Zurück im Departement of Classics gab es anlässlich unseres Besuchs einen kleinen Wilkommensempfang, bei dem uns auch einige bekannte Gesichter aus den vergangenen Q-Kolleg-Jahren (mittlerweile Promotionsstudenten) begrüßten.


Am folgenden Tag starteten wir dann mit vollem Programm in die Woche:
Im Lakeside arts centre, dem universitätseigenen Museum, hatte Will Leveritt, Koordinator des Projekts auf Nottinghamer Seite, einen Workshop für uns vorbereitet, der uns auf das diesjährige Q-Thema „Original und Kopie“ einstimmen sollte. In der anschließenden handling session konnten wir an einigen Münzen erproben, was es bedeutet mit „echten“ Objekten zu arbeiten, anstatt nur mit hochauflösenden, stark vergrößerten Fotografien.

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Bilder: Henriette Engel

Nach einer kurzen Mittagspause und einem kleinen Spaziergang zum Nottingham Castle begaben wir uns zum Brewhouse Yard am Fuß des Schlossberges. Auf dem Weg dorthin begrüßte und Robin Hood, der im Nottingham natürlich nicht fehlen darf.
In den Lagerräumen des Brewhouse Yard bekamen wir eine Führung der Kuratorin durch die Sammlung der Fundstücke aus dem Diana Heiligtum in Nemi.

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Bild links: Henriette Engel
Bild rechts: Léa Geisler

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Bilder: Henriette Engel


Den nächsten Tag verbrachten wir auf dem Universitätscampus. Einige Promotionsstudenten aus Nottingham hatten extra für unsere Q-Gruppe Workshops vorbereitet, die uns zum einen Einblicke in ihre Forschungsthemen und -Methoden gewährten, aber auch die verschiedensten Ansätze und Ideen aus dem Bereich der Bildwissenschaften eröffneten. Zudem bekamen wir, während wir von einer Veranstaltung zur nächsten quer über den Campus eilten, einen wohl realistischen Eindruck, wie der Studienalltag an der Nottinghamer Uni aussieht.

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Bild: Léa Geisler


Am folgenden Tag, Samstag, machten wir uns bereits in aller Frühe auf nach Cambridge. Erstes Ziel war dort das Fitz Williams Museum, besonders natürlich die Antikensammlung.
Anschließend erkundeten wir die verschiedenen Colleges; ins St. James College konnten wir sogar reingehen und von der berühmten bridge of sigh die Gondelfahrer auf der Cam beobachten. Bevor unser Zug zurück ging, blieb dann noch ein wenig Zeit, die Altstadt und den Markt zu erkunden und vielleicht das ein oder andere Souvenir zu erstehen.

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Bild links: Léa Geisler
Bilder rechts: Henriette Engel

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Bilder: Henriette Engel


Unseren freien Sonntag verbrachten wir in entspannter Atmosphäre zusammen. Vormittags zeigten uns die Nottinghamer Fellows zunächst Wollaton Hall, ein typisch englisches Herrenhaus, umschlossen von einer großflächigen Parkanlage, in der sogar Damwild gehalten wird. Besonders spektakulär war vor allem der Anblick des Hauses, nicht nur auf Grund seiner beeindruckenden Größe, sondern auch auf Grund seines Wiedererkennungswertes: Das Haus war Drehplatz für das Anwesen Bruce Waynes in Christopher Nolans „Batman Begins“. Heute beherbergt es das Natural History Museum.

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Bild: Henriette Engel


Hungrig trafen wir uns mit dem Rest der Gruppe in einem nahegelegenen Pub zu einem traditionellen Sunday Roast. In gemütlicher Runde ließen wir den Tag anschließend mit einem Film ausklingen.

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Bilder: Vita Wijffels


Nach diesem vergnüglichen Sonntag ging es am Montag wieder voll Elan in die Uni. Unsere Partnerfellows nahmen uns mit in ihre Kurse. Wir besuchten verschiedene Vorlesungen und Seminare. Auf diese Weise bekamen wir einen guten Eindruck vom Unialltag sowie darüber hinaus vom Studiengang Classics bzw. Classical civilizations, der sich in einigen Aspekten von unserem der Klassischen Archäologie unterscheidet. Am Ende eines langen Tages sollte ein letzter Q-Workshop, diesmal von Berliner Seite vorbereitet, nochmals einige Methoden des übergeordneten Themas „Original und Kopie“ zur Diskussion stellen, um die Fellows auf das kommende Semester vorzubereiten.


An unserem letzten Tag hatten wir alle ein wenig Zeit, den Campus noch etwas weiter zu erkunden, bevor wir uns am frühen Nachmittag zu einem letzten Treffen zusammenfanden. Es sollte nicht nur unsere Woche in Nottingham rekapituliert, sondern auch das weitere Vorgehen für das kommende Semester besprochen werden: Mittlerweile hatten die Nottinghamer und die Berliner Fellows gemeinsame Interessen entdeckt und sich zu kleinen Gruppen zusammengefunden. Ideen zu eigenen kleinen Forschungsprojekten wurden angesprochen – angeregt durch die Workshops und Sammlungsbesuche während unseres Aufenthalts. Anschließend nahmen wir am Research Seminar des Department of Classics Teil – ähnlich unseren wöchentlichen Gastvorträgen bietet diese Veranstaltung die Möglichkeit, neue Forschungsansätze und Ergebnisse von auswärtigen, aber auch am Department ansässigen Dozenten zu hören und zu diskutieren. Damit neigte sich unsere Austauschwoche dem Ende zu. Bei einem gemütlichen Abschlussdiner wurde auf die Erfolge der Woche, aber auch voller Vorfreude auf die kommende Konferenz in Berlin angestoßen.