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Humboldt-Universität zu Berlin - Kultur-, Sozial- und Bildungswissen­schaftliche Fakultät - Winckelmann-Institut

Abstract Panagiotis Galanis

 

Das arkadische Orchomenos in der Antike: Studien zur Siedlungsgeschichte und Topographie

 

Bei der Arbeit handelt es sich um die Erforschung der Ausdehnung, Struktur und Siedlungsweise der Stadt Orchomenos im nordöstlichen Arkadien (zentraler Peloponnes) vom Neolithikum bis in die Spätantike. Damit man ein besseres und klares Bild in Bezug auf die Stadt- und Landschaftsgeschichte der Region gewinnt, wird eine Gesamtbetrachtung und Bilanz allen bis dato bekannten Fakten und Quellen - Denkmäler, Funde, Numismatik, Epigraphik, antike Autoren, Reisende der Neuzeit - erarbeitet.

Dadurch soll bewiesen werden, dass Orchomenos die Kriterien einer antiken griechischen polis erfüllt: Es besaß eine Ober- und Unterstadt, eine Agora mit Bauten politischer (Hallen), religiöser (Tempel) und unterhaltungsfähiger (Theater) Funktion; außerdem besaß Orchomenos einen Stadtkult, eine Befestigungsmauer und ein Straßennetz, durch das es mit benachbarten Städten und Regionen auf der Peloponnes verbunden wurde. Daneben sprechen die Fakten für menschliche Aktivitäten und Besiedlungen in der Region um Orchomenos bereits seit dem Neolithikum, mit einer Ausnahme in dem Bruch der Dunklen Jahrhunderte. Die Blütezeit von Orchomenos dürfte sich - anhand der Mehrheit des archäologischen Materials - in die spätklassiche Zeit setzen lassen.