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Humboldt-Universität zu Berlin - Kultur-, Sozial- und Bildungswissen­schaftliche Fakultät - Winckelmann-Institut

Abstract Kathrin Müller

 

‚Kulträume‘ der minoischen Palastzeit.

Eine exemplarische Analyse von archäologischem Befund und bildlichen Darstellungen

 

Das Erkennen und die Bestimmung von ‚Kulträumen‘ ist von jeher ein zentrales Forschungsanliegen der bronzezeitlichen Archäologie gewesen. Dabei ist jedoch oft die präzise Definition und wissenschaftliche Begründung eines als ‚kultisch‘ bezeichneten Raumes im Ungenauen belassen worden: Zumeist wurde er lediglich auf Basis einer vermuteten ‚Kultsymbolik‘ oder ‚kultischen Funktion‘ der dort aufgefundenen Objekte als der ‚kultischen Sphäre‘ zugehörig angesehen. Diese allein auf den Funden fußende Interpretation eines Raumes bzw. Raumkomplexes müsste dagegen vielmehr kritisch hinterfragt werden, was die Arbeit für den Bereich der minoischen ‚Kulträume‘ leisten will: Ziel der Arbeit ist es, sowohl anhand archäologischer Überreste als auch mit Hilfe bildlicher Darstellungen sogenannter minoischer Kulträume die Definition des Begriffs ‚Kultraum‘ im Minoischen zu schärfen sowie den Begriff wissenschaftlich zu fundieren. Es soll untersucht werden, inwiefern die Einbindung der Räume in den Vollzug kultischer Handlungen nachweisbar ist und wie diese Räume strukturiert sind. Den zeitlichen Rahmen der Untersuchung bildet die minoische Palastzeit, d.h. die kretische Alt- und Neupalastzeit (ca. 2250–1450 v. Chr.).