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Humboldt-Universität zu Berlin - Kultur-, Sozial- und Bildungswissen­schaftliche Fakultät - Winckelmann-Institut

Projekt

Eisen, Landschaft und Mensch auf Elba im 1. Jahrtausend v. Chr.

Das Dissertationsprojekt befasst sich sowohl mit der Chronologie und Topographie des Eisenabbaus und der Eisenverhüttung als auch mit deren Auswirkungen auf die Kulturlandschaft Elbas im 1. Jahrtausend. v. Chr. Zusätzlich fokussiert sich das Projekt auf eine diachrone Untersuchung der Minensklaverei sowie auf eine wirtschaftshistorische Einordnung der antiken Eisenproduktion Elbas innerhalb des mediterranen Kontextes.

Auf Grundlage des aktuellen Forschungstandes wird eine Reihe von Aspekten untersucht: (1) die Chronologie und Topographie der Eisenminen und Verhüttungsstätten, (2) der Einfluss der extensiven Eisenproduktion auf die antike Umwelt der Insel, (3) der Transport des Eisens auf und um Elba, (4) die ökonomische Rolle des eisenarmen Westteils der Insel, (5) die Kontrolle der Minenarbeiter, (6) eine Neubewertung des Senatsdekrets zur Schonung der Bergbauressourcen in Italia bei Plinius‘ Naturalis historia. Hierbei wird der Ansatz einer interdisziplinären Zusammenarbeit von Klassischer Archäologie und Physischer Geographie verfolgt, um unter Anwendung verschiedenster Methoden eine ortsabhängige Chronologie der Verhüttungsperiode sowie die Rekonstruktion der historischen Umwelt Elbas zu erstellen.

Das Forschungsprojekt ist seit November 2015 durch ein Stipendium des Excellence Cluster 264 Topoi unterstützt und im Rahmen des Studiengangs „Landscape Archaeology and Architecture” der Berlin Graduate School for Ancient Studies eingebettet.